Mittwoch, 11. Juni 2008
Die TV-Delegation auf dem diesjährigen Mariken-Toernooi war nicht nur zahlenmässig eine der Grössten. Zugegeben, wie in jedem Jahr, standen die sportlichen Leistungen nicht wirklich im Vordergrund und so konnte sich nach meinem Wissen keines der fünf (!) Kanalratten-Teams in den vorderen Reihen platzieren. Es muss jedoch in dieser Hinsicht zumindest lobend erwähnt werden, dass alle Teams bei sengenden Hitze bis zum Ende durchgehalten haben. Als wir uns am Freitag von den heimischen Sportstätten mit über 40 TV´lern auf den Weg machten, konnte noch niemand ahnen, dass das diesjährige Turnier in die Annalen der TV-Geschichte eingehen würde. Doch schon ca. 2 Stunden später rückten wir mit dem ganzen Tross auf den heiligen Feldern an. Zunächst wurde, wie üblich, Quartier bezogen und natürlich waren die Zelte trotz sorgfältiger Kontrolle in der Heimat nicht wirklich vollständig. Dank heldenhafter Improvisationfähigkeiten konnten sie aber dann nach einiger Zeit tatsächlich bezogen werden. Nun ging es daran sich um die Verpflegung zu kümmern. Dazu wurde ein nagelneuer Gasgrill in Betrieb genommen, der aber leider Ikea-mässig zusammengesetzt werden musste (Dank an dieser Stelle an Marvin…).
Natürlich sind dabei ein paar (nicht wirklich wichtige) Teile übrig geblieben, dennoch funktionierte das Gerät zunächst hervorragend. Nun ist es nun leider so, dass der Deutsche an sich eher auf das Grillen mit Holzkohle spezialisiert ist und so kam es zu einem kleinen Unfall zu nächtlicher Stunde. Nachdem eine erste grosse Party auf dem Clubgelände (einschliesslich Podesttanzen…) gefeiert wurde, musste natürlich ein Mitternachtssnack her. Dieser lief auch noch reibungslos ab, doch kurz danach stand der Grill in lichterlohen Flammen und das ganze Dorf war taghell erleuchtet. So etwas hatte das Turnier in all den Jahren noch nicht gesehen. Ein grandioses Feuerwerk… Kompliment an dieser Stelle an das Security-Team: sie blieben ruhig und rückten mit Feuerlöschern an. Danach wurde die Gasflasche mit einem Bollerwagen völlig entspannt abtransportiert. Einzig und allein der Rasen des lokalen Fussballvereins wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Regressionsforderungen in Grenzen halten…
Nun waren die Kanalratten, ohnehin kein unbeschriebenes Blatt, natürlich platzweit bekannt und wurden in der Folge mehrfach vom Organisationsteam persönlich zum Spielfeld geleitet. Das Turnier nahm seinen Lauf und es wurde natürlich grandioser Volleyball gezeigt. Danach kam die nächste Party.
Es spielte eine wirklich gute Live-Band, wie ich vermute, aus dem Umfeld der Arnheimer Musikhochschule. Für Stimmung war jedoch auch durch unseren Männerchor unter der Leitung von Marvin gesorgt (“du geile Schlange…”), der der Reihe nach alle Spieler hochleben liess. Sowas tut gut… Ausserdem wurde mit unseren holländischen Freunden ordentlich das Tanzbein geschwungen, wie es auch auf den Fotos belegt ist.
Blieb noch der Sonntag: hier war, wie immer, durchhalten angesagt und nur vereinzelte Spieler/innen hielten dem Druck oder der Sonne nicht stand. Es wurde bis spät in den Nachmittag Volleyball auf höchstem Niveau gezeigt.
Insgesamt bleibt mir nur zu sagen, dass dieses Jahr aus meiner Sicht das schönste (bis jetzt) war. Vor allem waren alle, die mit waren, richtig gut drauf. Keiner hat rumgenörgelt, alle haben mit angepackt und die teilweise doch erheblichen Altersunterschiede spielten keine Rolle! Da kann man nur noch skandieren: “Datteln ist der geilste Club der WELT!!!”
bis zum nächsten Jahr,
Heiko.