RECKLINGHAUSEN. Für den TV Datteln 09 war es nicht mehr als ein Pflichtsieg: Die Volleyball-Damen ließen den TuS 09 Erkenschwick beim Folgespiel in Suderwich nicht den Hauch einer Chance und gewannen klar mit 3:0 (25:9, 25:22, 25:18).
Besonders im ersten Satz musste sich die Mannschaft von Stephan Majorczyk allerdings kaum strecken. Der Tabellenvorletzte aus der Nachbarstadt spielte dem Favoriten die ganze Zeit über in die Karten und leistete sich eine Vielzahl von Eigenfehlern. Bis zum 5:4 blieben die Oer-Erkenschwickerinnen dran, dann zog der Landesliga-Absteiger über ein 10:6 auf 20:9 davon.
Mit fünf weiteren Punkten war der erste Durchgang schnell Geschichte. Etwas mehr Gegenwehr leisteten die Oer-Erkenschwickerinnen im zweiten Satz. Zwar bauten die TV-Damen ein 11:8 bis zum 22:13 aus, um es dann allerdings noch einmal spannend zu machen. Iris Knüfer war es auf Seiten der TuS-Sechs, die dann zu einer Angabenserie ansetzte und mit sieben Aufschlägen in Folge den Abstand auf 20:22 verkürzte. Zum Schluss ging der Satz dann doch mit 25:22 an die Dattelnerinnen.
Der Landesliga-Absteiger musste auch im dritten Durchgang nicht an seine Leistungsgrenze gehen, um den TuS 09 auf Distanz zu halten. Dabei hatte sich der Tabellendritte zuletzt in deutlich besserer Form präsentiert. „Unser Spiel war wirklich nicht gut. Aber diesmal haben wir zumindest wirklich gewonnen“. Jenny Forger vom TV spielte damit noch einmal auf das Hinspiel an, das die TV-Sechs nach einem 3:1 noch am „grünen Tisch“ verloren, da eine Spielerin nicht über die entsprechende Berechtigung verfügte.
TV 09: Rasche, Forger, Weishaupt, L. Arns, von Dunderen, Majorczyk, Lichtenfeld
Quelle: Medienhaus Bauer

Kein Wunder, dass Zuspieler Tobias Hölken mit dem Auftritt seiner Teamkollegen zufrieden war. „Es hat alles gestimmt.“ Der erste Pass kam, das Zuspiel funktionierte und auch der Block stand gut. Besonders im ersten Durchgang lief vieles in der Mannschaft von Spielertrainer Claus Schefers besser als zuletzt. Schnell setzte sich der heimische Landesligist mit fünf Punkten ab und schaukelte diesen Vorsprung ins Ziel – 25:20.
Mit der Empfehlung von sieben Siegen aus sieben Spielen reisten die Recklinghäuser Frauen in Oer-Erkenschwick an, wo das Folgespiel gegen den TV 09 ausgetragen wurde. Doch das TV-Team um Spielerin Jennifer Forger, das in der Bezirksliga-Tabelle Vierter ist, warf alles in die Waagschale und gewann am Ende mit 3:2. Unterm Strich hatten die VCR-Damen mehr Punkte erzielt (104:108).
Und sicherten sich damit – punktgleich mit drei weiteren Teams (4:4) – den zweiten Tabellenplatz, direkt hinter Spitzenreiter Werner SC. Dass das Ostvest-Derby am Ende so eindeutig an den TuS 09 ging, hätte zu Satzbeginn wohl niemand in der Sporthalle an der Westerbachschule geglaubt.
In Sätzen endete die Partie mit 25:19, 25:15, 19:25 und 25:22. Diesen Erfolg hatte TV-Trainer Tim Bierwirth im Vorfeld nicht auf dem Schirm. Schließlich gingen die Waltroperinnen als Favorit in die Partie. Bis zum 18:19 lag die Bierwith-Truppe zunächst stets hinten. Dann kämpften sich die TV-Damen ran, glichen zum 19:19 aus und setzten danach die Gäste unter Druck. Mit Erfolg! Beflügelt vom Sieg des ersten Satzes dominierten die Gastgeberinnen in der Sporthalle Hagem den folgenden Durchgang. „Da haben wir gezeigt, was wir können. Wir haben keinen einzigen Aufschlag verschlagen“, betont Bierwirth. In Abschnitt drei waren die TV-Damen zu siegessicher. Das rächte sich, die Gäste, von Dieter Link-Stern betreut, holten sich den Abschnitt mit 25:19. Die Entscheidung fiel in Durchgang vier. Zum Ende hin wurde es nochmal richtig spannend. Bis zum 22:22 war die Partie offen, dann hatten die TV-Damen die besseren Nerven und holten drei Zähler am Stück. „Generell stand unser Mittelblock sehr gut. Besonders Kathrin Rüter hat für viele Punkte gesorgt“, berichtet Bierwirth.
In Sätzen ausgedrückt endete die Partie 25:18, 25:14 und 25:12. In erster Linie war’s wichtig, keinen Satz abzugeben und eine Portion Selbstvertrauen zu tanken. „Leider haben wir uns dem Niveau des Gegners angepasst“, sagte Spielerin Jenny Forger. Die Dattelnerinnen reisten mit nur einer Zuspielerin an. Julia Rasche war diesmal dafür zuständig, die Angreifer in Szene zu setzen. Zunächst gelang das bis zum 15:10 optimal, dann haperte es in der Annahme. Mit sechs Punkten in Folge lag plötzlich der VC mit 16:15 vorne. Nach einer Angabenserie von Steffi Majorczyk und Julia Rasche fuhr der Favorit den Satz aber mit 25:18 ein. Die eingewechselte Sandra Strohmeier und Jenny Forger besorgten ebenfalls mit guten Aufschlägen gleich zu Beginn des zweiten Satzes für klare Verhältnisse. Über ein 7:1 und 18:9 war der Grundstein zum 25:14 gelegt. Der dritte Satz war reine Formsache, nachdem die Dattelnerinnen fix mit 11:3 vorne lagen.
Das Team um Spielertrainer Claus Schefers gab dem bisherigen Tabellenzweiten TuS Stockum Ruhrvolley mit 0:3 (24:26, 13:25, 15:25) das Nachsehen. Nur zu Beginn konnten die Wittener die Partie ausgeglichen gestalten. Hier lag der Aufsteiger in der Regel sogar stets knapp vorne. Genau zum richtigen Zeitpunkt übernahm die SG-Mannschaft aber das Kommando. „Beim Stande von 24:23 lagen wir zum ersten mal in Front“, betonte Zuspieler Tobias Hölken. Den ersten Satzball ließ die SG beim Spiel in Herne noch liegen, machte den Sack aber kurz darauf mit 26:24 zu. Im zweiten und dritten Durchgang sollte es noch weitaus besser laufen. Die Dattelner gaben keinen Ball verloren, bewegten sich gut und hielten trotz klarerer Führung die Konzentration hoch. Im dritten Satz erhöhte sich zudem die Fehlerquote der Wittener, sie leisteten sich allein sieben verschlagene Angaben. Die Dattelner nahmen die Geschenke gerne an.
